Costa Rica, Food
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Costa Rica – auch für Hungrige

Dies war mein Wunsch: Einmal richtig in den Dschungel, Urlaub in den wilden Tropen,  Tierleben inbegriffen, aber bitte zunächst doch lieber als „Expedition light“, in der kleinen Gruppe und mit erprobtem Reiseführer. Also Reise buchen und ab in den Flieger nach Costa Rica.

Das Land ist Teil der schmalen Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika und bietet auf kleinem Raum zwischen Karibik und Pazifik ein Panorama unterschiedlicher Ökosysteme mit erstaunlicher Artenvielfalt. Perfekt für eine kurze, intensive Rundreise zum Sehen, Hören, Schmecken und Staunen. Knapp dreißig Prozent der Fläche Costa Ricas steht unter Naturschutz, rund die Hälfte davon sind Nationalparks. In sieben Tagen erlebe ich den mystisch anmutenden Nebelwald in den kühlen Höhen von Monteverde, den bizarren Trockenwald im Tiefland von Guanacaste im Nationalpark Rincon de la Vieja und den karibischen immergrünen Dschungel im Nationalpark Tortuguero mit seinem Labyrinth an Wasserläufen. Auch der Aufenthalt im zentralen Hochland am Fuße des Vulkans Arenal, der vor stahlblauem Himmel über unser Hotel wacht, hinterlässt bleibende Eindrücke. Wo kann man schon an der Poolbar sitzen, mit einem Rumcocktail in der Hand und so einer prächtigen Kulisse vor Augen?

Auch kulinarische Eindrücke gehören zu einer echten Entdeckungsreise. Was hat Costa Rica da zu bieten? Begeistert bin ich von Olla de Carne, einem herzhaften Eintopf mit Fleisch und vielerlei Gemüse. Dazu zählen in diesem Falle Süßkartoffeln, Kochbananen (lecker in allen Variationen, auch gebacken zum Frühstück), Karotten, Kürbis, Zwiebel und Mais. Diese Aromen! Als Beilage gibt es Reis und Tortillas. Das Begleitgetränk heißt Cerveza Imperial und ist das im Lande gebraute Lieblingsbier der Ticos, der Einheimischen. Serviert wird in einem rustikalen Restaurant gleich außerhalb von San José, auf dem Weg zu einer Kaffeeplantage im zentralen Hochland vor den Toren der Stadt.

Unbedingt auch probieren sollte man Ceviche, rohen Fisch in Limonensaft mariniert, mit ein paar Chiliringen geschärft und mit Koriander, Zwiebeln sowie Sellerie herrlich abgeschmeckt. Das Gericht ist in diversen Varianten in Lateinamerika verbreitet und immer wieder ein Gaumenkitzler. Schon zum Frühstück habe ich mir gern eine Portion Gallo Pinto auf meinen Teller geladen: Reis mit schwarzen Bohnen, gut gewürzt mit Koriander, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch.

  

Wer gern Süßes mag, kommt auch nicht zu kurz: Im wunderbaren Café Macadamia hoch oben an der Nordspitze des Arenalsees backt die Gastgeber-Familie selbst und serviert herrliche Blechkuchen, dick mit Früchten aus der Region und natürlich Macadamia-Nüssen belegt. Frisch, saftig und unwiderstehlich! Dazu gibt es Bio-Kaffee, die Bohnen sind gleich in der Nähe im Hochland von Monteverde geerntet. Überhaupt Kaffee: Über 400 Millionen Kaffeebäume gibt es in Costa Rica, vor allem hochwertigen Arabica. Kaffee und Bananen gehören zu den Exportschlagern des Landes. Ein Erlebnis ist es natürlich, vor Ort im Familienbetrieb auf der Plantage selbst bei der Ernte dabei zu sein und eine frisch gebrühte Tasse direkt dort zu genießen! Wer keinen Kaffee verträgt, besucht einfach die nächste Kakaoplantage.

  

So kommen Sie hin: San José, die Hauptstadt Costa Ricas, ist per Flugzeug zum Beispiel mit Iberia ab Frankfurt über Madrid in rund 15 Stunden zu erreichen. Vor Ort kann man bedenkenlos einen Mitwagen nehmen und auf eigene Faust losfahren, das Land zählt zu den sichersten Ländern der Region und wird auch „die Schweiz Mittelamerikas“ genannt. Ich zog es dieses Mal vor, bei einem Veranstalter eine Rundreise zu buchen.

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